Der Schwesternkonvent PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marcel Petri   
Freitag, den 30. Januar 2009 um 13:50 Uhr

 

Da für das Deutsche Studentenheim von Anfang an eine Vollverpflegung geplant war, schauten sich die Gründerväter 1928 nach einer Ordensgemeinschaft um, die bereit war, die Hauswirtschaft zu leiten. Sie wurden recht bald bei den „Heiligenstätter Schulschwestern“ fündig, die bis heute einen Konvent hier im Haus haben.

 

Momentan leben fünf Schwestern im Breul:

  • Schwester Berthelma, Oberin
  • Schwester Konrada Maria
  • Schwester Valentina
  • Schwester Klara Maria
  • Schwester Maria Henrika

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Die „Heiligenstädter Schulschwestern“ heißen offiziell anders, nämlich „Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel“ (SMMP). Die Geschichte der Ordensgemeinschaft beginnt in Frankreich Anfang des 19 Jahrhunderts im Jahre 1807 gründet die französische Lehrerin Julie Postel in Cherbourg eine religiöse Gemeinschaft die sie unter dem Namen Schwester Maria Magdalena bis zu ihrem Tod im Jahre 1846 leitet. Das Ideal der neuen Gemeinschaft: ein Leben in Armut fern von staatlicher Bevormundung und geprägt von einem Geist, in dem Wort und Tat nicht auseinander klaffen.

Von diesen Zielen fühlen sich auch vier deutsche Lehrerinnen im thüringischen Eichsfeld angesprochen. Auf ihr Bitten hin kommt Placida Viel, die zweite Generaloberin der Ordensgemeinschaft 1862 nach Heiligenstadt und begründet hier den deutschen Ordenszweig. Seit 1920 ist die deutsche Provinz eine selbständige Kongregation. Vom Mutterhaus in Heiligenstadt erfolgen in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts Neugründungen in den Niederlanden, Bolivien und Brasilien Der Zweite Weltkrieg hat für die Gemeinschaft einschneidende Folgen. Weil das Mutterhaus in Heiligenstadt durch die innerdeutsche Grenze von seinen Einrichtungen getrennt ist, verlegt die Ordensleitung im Jahre 1968 ihren Sitz in das neu erbaute Mutterhaus in Westdeutschland, das Bergkloster Bestwig.

Was vor über 190 Jahren mit Maria Magdalena Postel begann, führen heute international rund 490 Schwestern mit ihren vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in mehr als 40 Einrichtungen in ordenseigener Trägerschaft und in 30 Einrichtungen anderer Träger weiter. Sie alle fühlen sich dem Auftrag verpflichtet, den die im Jahre 1925 heilig gesprochene Ordensgründerin einst als Ziel ihrer Gemeinschaft formulierte: "Die Jugend unterrichten, die Armen unterstützen und nach Kräften die Not lindern.“ (www.smmp.de)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Juli 2009 um 15:32 Uhr