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Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 30. Januar 2009 um 13:19 Uhr

Im Breul gibt es insgesamt 94 Einzelzimmer a 16 qm. Alle Zimmer sind möbliert mit Bett, Schrank, Schreibtisch, Tisch, Schreibtischstuhl, Schreibtischlampe und Bettleuchte.  Die Duschen und Toiletten befinden sich auf dem Flur. Auch gibt es pro Flur eine kleine Küche,  in der man sich jederzeit eine Mahlzeit zubereiten kann. Die Möglichkeit Nahrungsmittel (tief) zu kühlen besteht in den Gemeinschaftsräumen (den so genannten "Knicks") oder den Küchen selbst. Bevor man einzieht wird das Zimmer auf Herz und Nieren geprüft und entsprechend wieder auf Vordermann gebracht, z.B. durch Streichen der Wände. Sollte die Einrichtung nicht den eigenen Wünschen entsprechen, so ist nach Absprache mit der Heimleitung fast alles in Eigenregie veränderbar. Sollte man nicht auf die Kommunikation nach außen verzichten wollen, so ist dies mit der bereits gelegten Telefondose möglich, jedoch muss man sich noch den passenden Anbieter aussuchen. Angenehmerweise ist in jedem Zimmer ein Anschluss für unser hauseigenes Netzwerk mit Internet-Standleitung vorhanden, der die PC-Kommunikation untereinander, aber natürlich auch Internet, soviel man will, ermöglicht.

Im Breul wird GEMEINSCHAFT groß geschrieben, daher ist auf jedem Flur ein gemütlicher Aufenthaltsraum, welcher für gelegentliche Treffen, Kaffeerunden oder aber auch kleine Besprechungen genutzt wird. Diese Räume sind mit Tischen und Stühlen sowie einem Fernseher ausgestattet. Gerade bei schönem Wetter ist es natürlich klar, dass man nicht in seinem Zimmer rumhocken will, sondern dann ist Sommer, Sonne und frische Luft angesagt. Dies wird durch einen schönen großen Balkon mit entsprechender Möblierung ermöglicht. Damit das leibliche Wohl in dieser Zeit nicht zu kurz kommt, ist mit dem beim Balkonwart frei erhältlichen Zubehör für den Grill auch dieses gesichert. So kann während des Lernens auf dem Balkon das Gehirn ständig mit Frischluft versorgt werden. Gemütliche Treffen sind jedoch nicht immer bei einer Tasse Kaffee und rund um den Grill. Für all abendliche Ablenkung und Ruhepause haben wir noch die BreulBar. Hier finden unzählige Veranstaltungen, wie Cocktailabende, Neuenfeten und ähnliches statt. Hierbei steht nicht der Gewinn an den Getränken im Vordergrund, sondern die Geselligkeit, was man auch an den Preisen merkt. Außer Getränken bekommt man hier natürlich auch Pizzen, Baguettes und diverse kleine Snacks. Hier leistet jeder Bewohner einmal im Semester seinen Bardienst ab, um auch noch auf Dauer die Preise niedrig zu halten und immer bekannte Gesichter hinter der Theke zu haben. Aber nicht nur Trinken, Essen, Reden und Lachen ist angesagt, sondern auch Kickern oder Darten ist möglich.

Sollte dies noch nicht genügend Entspannung sein, so hat der Sportwart bestimmt genau das Richtige. Im Wintersemester steht eine Sporthalle gegen einen kleinen Obolus zur Verfügung. Im Sommer kann Fußball Open Air am Aasee gespielt werden. Das ganze Jahr wiederum steht die hauseigene Sauna gegen ein geringes Entgeld zur Verfügung. Damit auch großes Kino im Breul einzug hält, kann man den Erdgeschoss Fernsehraum in ein Kinosaal umfunktionieren. Beamer, Leinwand und Dolby Digital verwandeln das Breul nicht nur in ein Lichtspielhaus, sondern auch regelmäßig bei Sportübertragungen in ein Stadion. Jedoch liegt nicht jedem, sich bei einem aktuellen Aktionstreffen zu entspannen. Immerhin soll dieser ja Spannung erzeugen, so gibt es letztlich noch die Möglichkeit bei eigenen musischen Klängen zu relaxen. Dafür haben wir im Erdgeschoss einen Musikraum, damit andere nicht von Proben gestört werden und man selber ebenfalls ungestört ist.

Nach der vielen Ruhe ist man dann auch etwas hungrig. Und genau dies ist noch einer der unschlagbaren Vorteile des Breul. An Werktagen ist morgends und mittags ist für das leibliche Wohl in guter deutscher Hausmannskost gesorgt und das ist nicht nur praktisch und schmeckt gut, sondern auch eine gute Gelegenheit die anderen Hausbewohner kennen zulernen, die man vielleicht sonst nicht so oft sieht. Denn selbst Leute mit den unterschiedlichsten Interessen, kommen so manchmal doch an einen Tisch und können über zumindest eines reden: das Essen ;). Jetzt kann es natürlich geschehen, dass man Hunger ausserhalb der Essens- und Ladenzeiten entwickelt. Für diesen und den Fall, dass irgendwelche Genussgüter flüssiger oder fester Art benötigt werden, gibt es den Vorratsraum, kurz 'VR'. Hierfür muss dann nur noch der Schlüssel ergattert werden, und man kann über das Barguthaben (eine Kasse, in die vorher eingezahlt wurde) den VR nach Herzens Lust plündern. Sollte das Gewünschte mal nicht da sein, so kümmern sich die Oberbarkeeper (OBK) darum, dass Nachschub organisiert wird.

Nun zum Zitronenzimmer. Das Zitronenzimmer ist das Zentrum der Demokratie im Breul. Nun sagt man Demokratie, da muss doch die Macht vom Volke ausgehen?! Ja, das ist richtig, jedoch freut sich das Breulvolk auch darüber, wenn es sich auf der Hausversammlung nicht um alle Details kümmern muss und so schneller zum Freibier in die Bar kann. Daher tagt hier das gewählte Gremium, welches Grundsatzfragen erörtert und im Sinne der Bewohner Beschlüsse trifft. Jedoch ist jeder Breulianer mindestens einmal in diesen Rämlichkeiten gewesen, und zwar bei dem Bewerbungsgespräch. Jeder, der Bewohner im Breul werden will, muss sich bewerben und auch vor dem Gremium bestehen. Dies ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, um ein funktionierendes Zusammenleben im Breul zu erleichtern, und ist für jede Frohnatur eine Kleinigkeit ;)... . Zu  guter letzt ist eins noch wichtig in einer Stadt wie Münster: wohin mit Fahrrad und Auto? Immerhin sind Parkplätze sehr rar in Stadtnähe und das Fahrrad ein beliebtes Klauobjekt. Grundsätzlich wäre es auch schön, wenn das Fahrrad trocken bleiben würde, selbst wenn es schüttet wie aus Eimern. All dies ist bei uns inklusive. Ein abschließbarer Fahrradständer und ein Parkplatz im Innenhof. Also wenn dies nicht überzeugt, was denn dann? 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Februar 2009 um 03:04 Uhr