Das Breul stellt sich vor PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 17. Januar 2009 um 19:13 Uhr

hausfront.jpgIrgendwer antwortete jüngst auf die Frage, wie man sich das Leben im ‚Breul‘ vorzustellen habe, mit einem äußerst interessanten Vergleich: „Es ist, als wohne man in einer WG mit 90 Leuten.“ – Treffend. Die Bewohner des Deutschen Studentenheims im Herzen der Domstadt verbindet weit mehr als das gemeinsame Dach, unter dem sie lernen und schlafen. Ja, man kann mit Fug und Recht behaupten, der Wahlspruch „officium meum est pontificium“ ist mehr als ein wohlklingendes Siegel, unter dem sich die Bewohnerschaft in den Individualismus des Studentenalltags zurückzuziehen vermag.

„Mein Amt ist es Brücken zu bauen“ ist wahrlich ein Wahlspruch, der gut dem Charakter des Deutschen Studentenheims als einem Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Gelegenheit zur Rückbesinnung aus dem hektischen Alltag des Studentenlebens in der Großstadt entspricht.

Das Deutsche Studentenheim, seine gefestigten Strukturen und allen voran seine Bewohner vermögen es, jungen Menschen, die den Schritt ins Studentenleben wagen, die Grundlagen für einen Einstieg zu verschaffen.

Recht zwanglos können sich junge Männer hier in die Gemeinschaft einfügen und am vielfältigen Leben des Hauses partizipieren.

Zwei gewählte Tutoren etwa tragen Sorge für ein abwechslungsreiches Semesterprogramm, das seit jeher für jeden Geschmack und jede Interessenslage etwas zu bieten hat. Zu den Höhepunkten des Sommersemester-Programms im Jahr 2008 zählten ein „Westfälischer Kegelabend“, eine Besichtigung der Pott’s Naturpark-Brauerei und nicht zuletzt ein aufwändig gestaltetes Public Viewing bei einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft während der Fußball-Europameisterschaft. Die Gruppe „Vorträge im Breul“ veranstaltet in regelmäßigen Abständen wissenschaftliche, literarische oder kulturelle Abendveranstaltungen, die jedermann offenstehen.

Das vielfältige geistliche Leben des Hauses wird vom Heimleiter Domvikar Markus Tüshaus leitend begleitet, Generationen von Hausbewohnern haben sich hier bereits tatkräftig im Bereich der Liturgie, im Ministrantendienst oder aber etwa in der „Schola Breuliana“ eingebracht. Ein eindrucksvolles Zeugnis lieferten die Beteiligten während des Pontifikalamtes im Rahmen der Feiern zum 80-jährigen Bestehen des Hauses im Januar 2008.

Doch nicht nur die Menschen schaffen Räume: Auch die zahllosen nach den Wünschen der Bewohner eingerichteten Aufenthaltsräume, auch Knickzimmer genannt, und erst recht die gemütliche Hausbar im Untergeschoss des Deutschen Studentenheims bieten ein Forum für Geselligkeit. Genau das Richtige nach zehrenden Studententagen.

Das ‚Breul‘ und die Menschen, die ihm sein Flair verleihen, bauen Brücken zwischen Nationalitäten, Studenten nahezu aller Fachrichtungen und auch zwischen Generationen. So gehören etwa die Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel, die seit Jahrzehnten schon mit im Haus wohnen, mindestens ebenso zum Inventar wie die kleine aber feine Hauskapelle im vierten Stock. Wohl kaum ein Bewohner wurde nicht schon mindestens einmal durch ein freundliches Wort einer der vier Schwestern auf dem Weg über die langen Korridore aus der Hektik seines Alltags geweckt.

Das ‚Breul‘ ist für viele junge Studenten unlängst ein zweites Zuhause geworden, ein Domizil, mit dem sie sich identifizieren können. Genau deshalb haben sich immer wieder Menschen zusammengefunden, die für das Haus eintraten, es mit Leben zu füllen vermochten und – Brücken zu bauen begannen.

Es lohnt sich einmal vorbeizuschauen und einen der Bewohner anzusprechen! Wer vorab schon ein paar Eindrücke sammeln will, sei herzlich eingeladen sich Breul 23 - Der Kurzfilm* anzuschauen.

 

 

 

 * Für die Inhalte sind Thomas Höing und Christoph Mülligann verantwortlich.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. März 2009 um 16:59 Uhr